
Früher musste bezahlen, wer einen Fernseher zur Entsorgung abgab. Die Folge: Viele Konsumentinnen und Konsumenten stellten ihre Computer einfach an den Strassenrand. Unter der Schirmherrschaft des SWICO schloss sich Anfang der 90-er Jahre eine Kommission zusammen, bestehend aus den sechs grössten Importeuren von IT- und Kopiergeräten. Mit dabei waren auch Vertreter des damaligen Bundesamtes für Wald und Landschaft BUWAL und der Stiftung für Konsumentenschutz SKS. Als Lösung schlug man die vorgezogene Recycling-Gebühr vRG vor und entwickelte das SWICO Recycling-System zur kostenlosen Rücknahme von elektrischen und elektronischen Geräten.
Was mit sechs Mitgliedern begann, hat kontinuierlich an Grösse, Marktabdeckung und Professionalität zugenommen. Das Rücknahmesystem von SWICO Recycling umfasst heute die ganze Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Über 500 Hersteller und Importeure von elektrischen und elektronischen Geräten im In- und Ausland haben die Konvention von SWICO Recycling unterzeichnet, so dass die Entsorgung ausgedienter Elektro- und Elektronikgeräte umweltfreundlich und ressourcenschonend vonstatten geht.
Die Professionalisierung des Elektro- und Elektronikrecyclings hat zur Entstehung eines neuen Berufes geführt: dem des Recyclisten. Die Branche beschäftigt heute in Zerlegebetrieben zusätzlich über 1000 Personen, die in unserer Gesellschaft sozial und/oder körperlich benachteiligt sind (z.B. Wiedereingliederungsprojekte ins Berufleben, Behindertenwerkstätten usw.).
Rund 100 Jugendliche absolvieren in der Schweiz derzeit eine dreijährige Ausbildung zur Recyclistin bzw. zum Recyclisten.
| Merkblatt Swico Recycling (PDF, 51 KB) |