Swico Verband

Greenforum 2011

19. Juni 2011 - Einmal mehr konnte SWICO Recycling für 2010 bessere Recycling-Zahlen als im Vorjahr bekannt geben. Doch im Zentrum des vierten Greenforums stand die Frage, wie die Schweiz ihre Erfahrungen als weltweiter Leader bei der Wiederverwertung von Elektroschrott international nutzen kann. Das Fazit: Besonders in Ländern der südlichen Hemisphäre gilt es, das Recycling mit modernem Knowhow effizienter zu gestalten und den ungesteuerten Schrottexport aus westlichen Ländern zu unterbinden.

Das Thema „e-Waste zwischen Wohlstand und Armut" stand am diesjährigen Greenforum ganz im Zeichen der Praktiker. Eingeladen hatte SWICO Recycling zur Gebrüder Meier Gewächshaus AG in Hinwil, wo man in enger Zusammenarbeit mit der nahe gelegenen Kehrichtverbrennungsanlage des Zürcher Oberlandes (KEZO) ein komplett CO2-neutrales Gewächshaus von 40.000 Quadratmetern Fläche betreibt. In den Vorträgen standen die globalen Auswirkungen des Recyclings von Elektro- und Elektronikschrott im Mittelpunkt. Der Tenor: Eine Verbesserung in den ärmeren Ländern ist nur über ein Engagement auf verschiedenen Ebenen zu erreichen. Rolf Widmer von der Empa erklärte die Forschungs- und Grundlagenarbeit der Schweiz am Beispiel Ghana. Die politische Dimension erläuterte Katharina Kummer Peiry vom Sekretariat der Basler Konvention. Obwohl über das internationale Umweltabkommen für ein umweltgerechtes Abfallmanagement die grenzüberschreitenden Transporte gefährlicher Abfälle kontrolliert werden sollen, fehle es an konkreten Druckmitteln, beklagte sie, und verglich diesen Export-Markt mit dem Drogenschmuggel. Daniel Böni von der „Stiftung Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung" zeigte dann auf, wie mit einem Thermo-Recycling-Verfahren, die westlichen Länder ihre Abfälle als eigene Ressourcenlager oder „urban mining" nutzen können. So werden Schrottexporte überflüssig.

SWICO-Recycling erneut mit guten Ergebnissen

Im weiteren Verlauf des Greenforums untermauerte Paul Brändli, Geschäftsführer von SWICO Recycling, die Bedeutung des Schweizer Recycling-Systems. Mit 56.594 Tonnen gesammeltem Elektro- und Elektronikschrott baute die Schweiz ihre Pionierrolle im Recycling erneut aus. 2010 ist die Vorjahresquote um 7,5 Prozent oder zusätzlichen 3.971 Tonnen übertroffen worden. Die grössten Rücklaufzuwächse verzeichneten LCD-Monitore (plus 12 Prozent) sowie Laptops (plus 18 Prozent) und erstmals wurden auch über 1.000 Tonnen LCD–Fernseher dem Recycling zugeführt. Erneut belegt damit das Schweizer Recycling-System im weltweiten Vergleich einen Spitzenplatz, mit einer realisierten Recyclingrate von über 90 Prozent. Hierzulande werden bereits 16,5 Kilogramm Elektroschrott pro Einwohner wiederverwertet, während beispielweise in der EU erst eine Recycling-Menge von vier Kilogramm pro Einwohner „angestrebt" wird.

Herr und Frau Schweizer ziehen mit

Erheblich zu diesem guten Resultat beigetragen hat einmal mehr die intensiv in den Recycling-Prozess eingebundene Schweizer Bevölkerung: Allein über die öffentlichen Abgabe- und Sammelstellen gelangten 32.259 Tonnen oder 57 Prozent des Elektro- und Elektronikschrotts der Schweiz in die Wiederverwertung. Über die Hersteller gelangten 5.093 Tonnen oder 9 Prozent, über die Händler 9.555 Tonnen oder 16 Prozent und über die Firmen 10.187 Tonnen oder 18 Prozent des Altmaterials ins Recycling.

Die Sammelaktivitäten sind aber auch deshalb verbessert worden, weil der SWICO zahlreiche Weiterbildungs- und Informationsaktivitäten sowie Wettbewerbe an Schulen durchgeführt hat. Besonders erfreulich ist, dass derzeit pro Woche etwa zwei neue Betriebe die SWICO Recycling-Konvention unterzeichnen. Damit verpflichten sie sich, ökologische Verantwortung als Teil ihrer unternehmerischen Aufgabe zu sehen.

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